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Stephane Hessel - Neues schaffen heißt Widerstand leisten
Widerstand leisten heißt Neues schaffen

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1994
- Island

Geschrieben Juli 2020


Dieser Text steht original so Wort für Wort in meinem Reisetagebuch, ein DinA5 Ringbuch.

Sonntag 24.07.1994
Wir sind um 03:00 aufgestanden und mit meinem Auto zum Flughafen Köln/Bonn gefahren. Um sieben ging der Flieger, mein Auto bleibt dort.
Um 09:00 Ortszeit kamen wir in Reykjavik an. Zuerst mit Bus und dann mit Taxi sind wir in ein kleines Guesthouse gefahren. Von dort aus haben wir noch einen kleinen Stadtbummel gemacht. Es ist nicht kalt, fühlt sich aber so an. Es ist windig.

Montag 25.07.1994
Nach dem langen Schlaf geht es mir richtig gut. In der Nacht ist mir aufgefallen, dass es nicht dunkel wird. Nach dem Frühstück hat uns ein Bus abgeholt, da haben wir die anderen 14 Reisegenossen kennen gelernt. Auch die Leiterin, Christin.
Mit dem Bus gings ein kurzes Stück überland zu einem Fährhafen, mit der Fähre in drei Stunden zu den Westmänner-Inseln (würg). Zuerst haben wir unsere Sachen in die Jugendherberge gebracht, dann einen kleinen Spaziergang gemacht. Nach dem Essen bin ich nochmal losgezogen, einen heiklen Grat entlang. Es nieselt ein bisschen.

Dienstag 26.07.1994
Morgens sind wir bei stürmischem Wetter auf einen Vulkan gestiegen, der erst ca. 20 Jahre alt und noch heiß war. Danach noch auf einen ca. 5000 Jahre alten kalten Vulkan. Von dort hatte man einen tollen Ausblick auf einen Gletscher auf dem Festland.
Nach dem Mittagessen sind wir mit einer Fokker50 zurück nach Reykjavik geflogen und von dort mit dem Bus nach Thingvellier gefahren. Wir haben den See und den alten Parlamentsplatz besichtigt (Sauwetter). Weiter gings zum Geysir, wo etwas besseres Wetter war. Tiefe.
Das Nachtlager war in Reykjavik wo ich noch im geheizten Freibad war.

Mittwoch 27.07.1994
Das Frühstück hatten die Franzosen gemacht, es war sehr gut. So gestärkt fuhren wir zum Gullfoss, dem goldenen Wasserfall. Während der anschließenden ewigen überlandfahrt wollte ich bei einem Fotostopp kurz pinkeln, als der Bus plötzlich startete (Shock!), er fuhr aber nur zur Seite, um Mittagessen zu ermöglichen.
Wir kamen bis in die Nähe der Nordküste, wo wir noch Schwimmen waren, bevor wir in einer Schule für die Nacht aufschlugen.

Donnerstag 28.07.1994
Der Tag begann mit Frühstück machen, heute war ich an der Reihe (Gähn). Wir sind dann nach Akureyri gefahren und haben unterwegs noch ein Gehöft aus Torfhäusern besichtigt. Akureyri ist ein schönes Städtchen, ich hab vom Postsparbuch noch Geld geholt. Von dort aus haben wir noch einen 2h Fußmarsch gemacht. Beim Gehen merkt man erst wie einsam das Land ist: keine Geräusche, keine Vögel, nur Wind im Gras.
Abends das übliche: Schule mit heißem Freibad.

Freitag 29.07.1994
Ein voller Tag, beginnend mit einer Atemberaubenden Fahrt von Hussavik entlang der Küste. Bein einem Fotostopp bin ich die ca. 150m Steilküste runter geklettert, sehr gefährlich, Steinschlag, rutschig, übel.
Auf der Weiterfahrt haben wir einen Graben gesehen, der vom Erdbeben gerissen worden ist. Danach einen ehemaligen Wasserfall der wie ein gigantisches Hufeisen aussah. So dann folgten wir 4h lang dem aktuellen Flusslauf. Nach einer kurzen Busfahrt kamen wir zum Dettifoss, ungeheure Kraft des Wassers. Spät abends in die Unterkunft am Myvattnsee gekommen, noch schwimmen gegangen und müde zur Ruh gegangen.

Samstag 30.07.1994
Zunächst sind wir auf einen Vulkan gestiegen und senkrecht abgefahren. Dann sind wir auf einen Lavahaufen geklettert er erst 10 Jahre alt und noch heiß ist. Das ist das Krafla-Gebiet. Im Anschluss sind wir in einer Felsgrotte schwimme gewesen. Nach dem Abendessen waren Mama und ich noch Reiten, goldener Sonnenuntergang.
Schlaf im Quartier von gestern.

Sonntag 31.07.1994
Vom Quartier aus gings als erstes zum Goddafoss und dann nach Süden übers Hochland. Gegen 14:00 sidn wir in einer Berghütte mit Selbstverpflegung angekommen und haben im Matratzenlager aufgeschlagen. Danach sind wir bei Sturm (ca. 100km/h) im kleinen Kreis auf einen Berg gestiegen. Abends gabs Hammelkeule, gut und viel.

Montag 01.08.1994
Zunächst wieder übers Hochland nach Landmannalaugar. Zu Fuss gings noch auf einen Berg (ganz grün) und noch ein Bad in der nahen heißen Quelle. Nur ich und einige Badenixen, der Preis fürs vorlaufen.

Dienstag 02.08.1994
Von Landmannalauger über sehr zerklüftetes Hochland zum Foss mit der ehemaligen Brücke. Sehr schön, auch das Wetter war den ganz Tag über toll. Am Foss gabs Regenbogen!
Dann mit dem Bus szur Südküste, nach Oreaf. Am dortigen Schwimmbad in dem ich nicht war, noch eine 1h Wanderung gemacht. Abendquartier ist sehr schön: kleine Hütten mit je 2 4er Zimmern mit Dusche!

Mittwoch 03.08.1994
Von dort aus sind wir an einen See gefahren. Vom See aus führt ein Fluss, 20m breit und 50m lang ans Meer. Am Strand haben wir einen Seehund gesehen. Danach eine Bootsfahrt auf dem See der das Ende eines Gletschers ist, so dass auf ihm Eisberge schwimmen.
Mittagessen im Restaurant und danach 6h Wanderung im Nebel. Das Abendquartier ist das selbe wie letzte Nacht.

Donnerstag 04.08.1994
Alles packen und ab nach Vik in einen Touri-Shop. Danach an einen Strand mit schwarzen Kieseln. Regen, Nieselregen, Regen, Nebel, Ugly. Dort haben wir auch gepicknickt (im Regen). Von dort gings über ein Museum mit Sachen aus der Umgebung nach Hella wor wir aufgeschlagen haben, Vierer-Hütten mit Dusche und WC!

Freitag 05.08.1994
Von Hella zur Hekla, einem frischen Vulkan. Zumindest bis zu ihrem Fuß, wo wir einen Spaziergang gemacht haben. Ich war in einem kalten See schwimmen. Von dort mit dem Bus zu einem kleinen Talkessel. Abenteuerspielplatz-Natur. Ich war wieder schwimmen. Den ganzen Tag sonnig und warm. Danach gings zurück nach Reykjavik ins selbe Gueshouse wie am ersten Tag.

Samstag 06.08.1994
Den Tag vergammelt, abends zum Flughafen und tschüss!

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